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Elster in Weiß
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Die Elster als Waschmaschine, das sonnenbeschienene Elsterufer als Bleichmittel... Das historische Foto aus der Sammlung von Andreas Langebach vermittelt einen realistischen Einblick in einen Waschtag um die Jahrhundertwende.

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Die nachfolgenden 6 Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind entnommen dem Bildbändchen "Elsterberg in alten Ansichten" von Karl-Heinz Zierdt, Europäische Bibliothek-Zaltbommel/Niederlande

Blick von Nordosten, von der Burgleite, auf die Stadt mit der Burgruine um 1915. Vor dem welligen Hügelland in Richtung Pausa erkennt man ganz rechts über der Brücke den Hügel des 'Alten Hauses' und gut sichtbar ist die Talaue mit der Doppel-S-Schleife der Weißen Elster, die hinter dem linken Schornstein in Richtung Steinicht nach Plauen zu abbiegt. Dort hinten arbeitete bereits seit etwa 1908 die älteste Kunstseidenfabrik des Vogtlandes. Die noch ungebändigte Elster stößt hier rechts, allerdings nicht sichtbar, an den Steinrinnefelsen.
Der Bahnbau im felsigen und windungsreichen Tal der Weißen Elster war kompliziert und teuer. So suchten die Erbauer den zweigleisigen Ausbau durch Verringerung der Kunstbauten, besonders von Brükken, zu reduzieren. Zwei Brücken im Stadtgebiet und der längste Tunnel der Gesamtstrecke wurden hier gebaut. Nachdem 1873 die Tragpfeiler der Brücke über den Fluß fertiggestellt waren, bereiteten die Arbeiter den Aufbau der Stahlprofilträgerkonstruktion vor. Im Sommer 1875 war sie fertiggestellt, so daß die Eröffnung der Strecke pünktlich am 15. September 1875 erfolgte. Das zweite Gleis wurde nie gelegt.


Der Dresdener Kunstmaler Willy Tag hielt in einer Tuschzeichnung die im Jahre 1900 abgebrochene Elsterbrücke im Zuge der Reichenbacher Straße fest. Als 'pia causa', als 'fromme Notwendigkeit', war sie überhaupt die erste und Jahrhunderte lang die einzigste Brücke der Stadt. Sie verband die meisten Dörfer der Herrschaft Elsterberg mit ihrem Kirchort, jedoch auch Elsterberg mit der Herrschaft Milin (Mylau mit Reichenbach). Diese Art des hölzernen Brückenbaues rangiert in Fachkreisen unter der Bezeichnung Hausbrücke, einer Art, wie sie besonders im 18. und 19. Jahrhundert errichtet wurde. Zwei Alt-Elsterberger Bauwerke, die bereits historische Vergangenheit geworden sind. Im Vordergrund die 1900 erbaute König-Albert-Brücke, deren drei Steinbogen erst den Mühlgraben überspannten; sodann in doppeltem, eisernem Rundbogen folgt die Elsterüberspannung. Leider sind die Titelsäulen der Brückenmitte nicht erhalten geblieben. Vor den beiden Schornsteinen die alte Weberei von Beringer & Hofmann, die 1912 einem Großfeuer zum Opfer fiel, während der rechte Anbau von der Feuerwehr gerettet werden konnte.


An der Flurgrenze, aber nicht mehr auf Elsterberger Gebiet, führte die zweite Hausbrücke, die Noßwitzbrücke, ins Nachbardorf Noßwitz. Sie soll 1850 im Zuge des Straßenbaues nach Greiz errichtet worden sein, weswegen es drei Versionen zur Art der Überdachung gibt: als regionale Besonderheit in Sachsen und Thüringen; als Unterstellmöglichkeit hei Wetterunbilden für Menschen, Tiere und Geräte; und als Sicherheit für die Schafe einer Herde, die sich bei Spiegelung ihrer Ebenbilder im Wasser hinunterstürzen würden (?), um zu ihren imaginären Spiegelbildern zu gelangen.


Das alte Dutschkesche Wehr in der Weißen Elster an der Plauenschen Straße oberhalb der Stadt wurde 1934/35 durch eine neue regulierbare Anlage ersetzt. Es diente der ständigen Wasserhaltung des Mühlgrabens, der von hier unter einer kleinen Hausbrücke hindurch künstlich abzweigte. Aber auch die Qualität des Wassers verbesserte sich durch Sauerstoffanreicherung beim Fall übers Wehr ins tiefer gelegene Flußbett. Nach dem großen Fischsterben von 19(14 als Folge der Einleitung von Industrieabwässern und des Bevölkerungswachstums war der Fluß mitsamt Mühlgraben jahrzehntelang eine übelriechende Kloake.


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Vor wenigen Jahren erfolgte die Brückensanierung:

Sanierung der Bahnhofbrücke

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